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Morgen Tagung »Weinbrenners Welt«

Und das Programm hat sich nur in einem Punkt geändert. Der als vorletzter geplante Vortrag muss leider ausfallen. Das ist schade. Dafür wird mehr Platz für die Diskussion bleiben. Danach sieht das Programm so aus:

171014_Programm (PDF zum Ansehen und Herunterladen)

Weinbrenners Welt
Tagung der Friedrich-Weinbrenner-Gesellschaft
in den Räumen der Literarischen Gesellschaft
Samstag, 14.10.2017, 09.30–19.30

Programm

09.30 Begrüßung

09.45

Prof. Dr. Klaus Jan Philipp, Stuttgart

Friedrich Weinbrenner und der Klassizismus seiner Zeit

10.25

Marc Brabant, Paris/F

Das architektonische Schaffen von Friedrich Wilhelm von Erdmannsdorff und Friedrich Weinbrenner in der Perspektive der Aufklärungsutopien

11.05 Pause

11.25

Dr. Eduard Wätjen, Dresden & München

Friedrich Weinbrenner und Friedrich Gilly

12.05

Dr. Anne-Christine Brehm, Karlsruhe

Friedrich Weinbrenners Bild von der Architektur des Mittelalters

12.45 Mittagspause

13.45

Prof. Dr. Michael Lewis, Philadelphia/USA

Weinbrenner, Nachwuchs in Amerika?

14.25

Prof. Dr. Hartmut Troll, Heidelberg & Bruchsal

Gartenkünstler im Umfeld Weinbrenners

15.05

Dr. Franz Littmann, Pforzheim

Zwei Freunde der Aufklärung: Weinbrenner und Hebel

15.45 Pause

16.05

Dr. Gottfried Leiber, Karlsruhe

Friedrich Weinbrenner 
und sein Gegenspieler Staatsrat Oehl beim Bau der Karlsruher Stephanskirche

16.45

Peter Thoma, Reg.-Baum., Karlsruhe

Weinbrenners Boutiquen auf dem Karlsruher Marktplatz

17.25

PD Dr. Julian Hanschke, Karlsruhe Entwürfe und Bauten Weinbrenners in digitalen Rekonstruktionen

18.05 Schlussdiskussion

 

Tagungsmoderation:

PD Dr. Ulrich Maximilian Schumann, Strasbourg/F

 

“Weinbrenners Welt” am 14. Oktober – Tagungsprogramm

 

„Weinbrenners Welt“

eine Tagung der Friedrich-Weinbrenner-Gesellschaft

in den Räumen der Literarischen Gesellschaft

mit freundlicher Unterstützung durch das Kulturamt der Stadt Karlsruhe

Samstag, 14.10.2017

Karlsruhe, Prinz-Max-Palais

 

09.30

Begrüßung

 

09.45

Prof. Dr. Klaus Jan Philipp, Stuttgart

Friedrich Weinbrenner und der Klassizismus seiner Zeit

 

10.25

Marc Brabant, Paris/F

Das architektonische Schaffen von Friedrich Wilhelm von Erdmannsdorff und von Friedrich Weinbrenner in der Perspektive der Aufklärungsutopien

 

11.05

Pause

 

11.25

Dr. Eduard Wätjen, Dresden

Friedrich Weinbrenner und Friedrich Gilly

 

12.05

Dr. Anne-Christine Brehm, Karlsruhe

Friedrich Weinbrenners Bild von der Architektur des Mittelalters

 

12.45

Mittagspause

 

13.45

Prof. Dr. Michael Lewis, Philadelphia/USA

Weinbrenner, Nachwuchs in Amerika?

 

14.25

Prof. Dr. Hartmut Troll, Heidelberg/Bruchsal

Gartenkünstler im Umfeld Weinbrenners

 

15.05

Dr. Franz Littmann, Pforzheim

Zwei Freunde der Aufklärung: Weinbrenner und Hebel

 

15.45

Pause

 

16.05

Dr. Gottfried Leiber, Karlsruhe

Friedrich Weinbrenner und sein Gegenspieler Staatsrat Oehl beim Bau der Karlsruher Stephanskirche

 

16.45

Peter Thoma, Reg.-Baum., Karlsruhe

Weinbrenners Boutiquen auf dem Karlsruher Marktplatz

 

17.25

Aquilante De Filippo, M. A., Heidelberg

Weinbrenner-Bauten in Bildern des Hofmalers Carl Kuntz

 

18.05

Dr. Julian Hanschke, Karlsruhe

Entwürfe und Bauten Weinbrenners in digitalen Rekonstruktionen

 

18.45

Schlussdiskussion

 

Moderation:

PD Dr. Ulrich Maximilian Schumann, Strasbourg/F

Jubiläums-Tagung „Weinbrenners Welt“ am 14. Oktober

Zum Abschluss des Jubiläumsjahres zu Weinbrenners 250. Geburtstag machen wir ihm und uns ein besonderes Geschenk, eine ganztätige Tagung im Karlsruher Prinz-Max-Palais (und die erste überhaupt). Sie wird am Samstag, dem 14. Oktober, stattfinden. Möglich wurde das durch die Literarische Gesellschaft, die uns ihre Räume zur Verfügung stellt, und das Kulturamt der Stadt Karlsruhe, das die Tagung finanziell unterstützt. Herzlichen Dank dafür!

Als Thema haben wir „Weinbrenners Welt“ gewählt. Das lässt viel Spielraum, um sein Werk und seine Persönlichkeit von verschiedenen Seiten zu beleuchten und ihm damit zeitgemäße Konturen zu verleihen. Im Mittelpunkt steht deshalb sein Verhältnis zu Kunst, Architektur, Gartenbau, aber auch zu anderen Akteuren seiner Zeit. Das Programm steht noch nicht vollständig fest, aber sobald es fertig ist, werden wir es hier und auf der Homepage posten. Soviel vorab: Es hat eine interessante Mischung aus Referenten aus dem In- und Ausland zugesagt.

Acherns Höhere Bürgerschule gerettet

Wegen der Sommer- und Urlaubszeit hat es lange gedauert, und manche werden es schon auf anderen Wegen mitbekommen haben, aber es soll doch hier eigens gewürdigt werden, dass es gelungen ist, ein interessantes Gebäude aus der Weinbrenner-Schule zu retten.

Seit die Höhere Bürgerschule an Acherns Hauptstraße vom Abriss bedroht war, hat sich eine Bürgerinitiative um unser Mitglied Johannes Mühlan und Siegfried Stinus gebildet, die Behörden und Bevölkerung davon zu überzeugen versuchte, dass dies einen bedauernswerten und unwiederbringlichen Verlust darstellen würde. Auch wir haben uns eingeschaltet, unser Vorsitzender einen Vortrag in Achern über das Gebäude gehalten und im Namen der Weinbrenner-Gesellschaft einen Brief an den Oberbürgermeister der Stadt geschrieben.

Das Gebäude ist um 1840 als Wohnhaus entstanden und dürfte nach unserer Einschätzung einem der beiden Architekten Johann Ludwig Weinbrenner und Hans Voss zuzuschreiben sein, beides bekanntermaßen enge Vertraute und Musterschüler Friedrich Weinbrenners.

Das Äußere ist in den fast zwei Jahrhunderten etwas vereinfacht worden, aber immer noch gut erkennbar geblieben, ebenso wie der originale Grundriss. Erhalten haben sich im Innern an Details aus der Entstehungszeit vor allem Kellergewölbe, Stuckdecken, Ofennischen und Türen mit ihren Gewänden.

Angesichts dieser bislang unbekannten Funde hat das Landesdenkmalamt vor kurzem die Bedeutung des Hauses „als repräsentatives Gebäude des Spätklassizismus“ offiziell anerkannt und es unter Schutz gestellt. Danke allen Beteiligten!

Achern_Höhere_Bürgerschule_Postkarte Achern_Höhere_Bürgerschule

Plötzlich öffentlich: Das Boutiquen-Projekt

Es hat uns selbst überrascht, wie schnell die Badischen Neuesten Nachrichten unser Projekt aufgreifen, Friedrich Weinbrenners „Boutiquen“ auf dem Karlsruher Marktplatz als temporäres Modell aufzubauen, was ihm selbst nie vergönnt war, was er wiederum stets bedauerte. Heute ist der Artikel „Intimität statt Leere“ des Kulturredaktionsleiters Michael Hübl erschienen, was uns sehr freut und weshalb wir uns beeilen, weitere Informationen nachzuliefern.

Die Idee hatte seit mittlerweile knapp zwei Jahren Form angenommen, inspiriert z. B. durch das Holzmodell von Borrominis Kirche San Carlo, das für einen Sommer im Lago Maggiore schwamm. Zunächst wollten wir natürlich im Hintergrund die Umstände und Chancen ausloten, innerhalb derer das Projekt Wirklichkeit werden könnte. Wir haben viele Gespräche geführt und viel Interesse geerntet, aber auch Widerstände zu spüren bekommen. Letztlich lag das Projekt für Karlsruhes planerische Instanzen wohl doch zu weit ausserhalb ihrer eigenen Vorstellungen vom öffentlichen Raum, die sich dort heute schon abbilden und gerade für den Karlsruher Marktplatz in den laufenden Arbeiten weiter abzeichnen. Vielleicht scheut man auch umso mehr den Vergleich. Nun sollen sich wenigstens alle, die sich dafür interessieren, ein eigenes Bild machen können.

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Friedrich Weinbrenners „Worte und Werke“ veröffentlicht

Seit wenigen Wochen ist ein Buch erhältlich, das unser Bild von Friedrich Weinbrenner grundlegend verändert.

Weinbrenner Worte und Werke EInband

Einband, Vorder- und Rückseite

Denn nach seinem „Architektonischen Lehrbuch“ liegen nun auch seine Aufsätze und Briefe in einer kommentierten Ausgabe vor. Die hier erstmals vollständig zusammengestellten Aufsätze zeigen Weinbrenner als vielseitigen, ernstzunehmenden und ernstgenommenen Autor. Er stellt sein eigenes Werk vor, sowohl „ausgeführte und projectirte Gebäude“ wie auch „Entwürfe und Ergänzungen antiker Gebäude“, aber befasst sich ebenso selbstverständlich mit anderen Themen, die vom Bauen bis in die Naturwissenschaften hinein führen.

Hier wird so deutlich wie nirgends sonst: Weinbrenner war ein gebildetes Mitglied des Geisteslebens und beliebter Gesprächspartner von Zeitgenossen, darunter auch berühmte Namen. Deshalb spiegelt sich dieses Spektrum an Themen noch unmittelbarer und breiter in den Briefen wieder. Sie erschließen die Hintergründe beispielsweise hinter spektakulären Projekten, eigenen Erfindungen oder der ersten Verordnung zum Schutz von Kulturdenkmalen in den deutschen Ländern, die Weinbrenner bereits 1812 aufstellte, also sechs Jahre vor seinem Schüler Georg Moller in Hessen und bislang von der Fachwelt unbemerkt.

Und sie zeigen eine Persönlichkeit, die sensibel sein konnte, aber auch unbeugsam, wenn es darum ging, sein Amt, seine Mitarbeiter und die Sache des Bauens gegen die Bürokratie zu verteidigen. Die Konfrontation mit vorgesetzten Institutionen und Personen scheute er keineswegs. So ist hier im Originalton nachzulesen, wie Weinbrenner sogar die Auflösung seines Bauamtes erfolgreich boykottierte und damit rückgängig machte.

Das Buch ist großzügig mit den dazugehörigen Bildern illustriert. Es ist über den Buchhandel oder über den Triglyph Verlag direkt erhältlich, z. B. per Mail: info@triglyph.de. Weitere Informationen und Bilder auf der Internetseite.

Mitglieder der Friedrich-Weinbrenner-Gesellschaft erhalten einen Nachlass von dreißig Prozent, genauso wie für das „Architektonische Lehrbuch“.

 

FRIEDRICH WEINBRENNER: WORTE UND WERKE

bearbeitet von Ulrich Maximilian Schumann

Friedrich Weinbrenner und die Weinbrenner-Schule; Band 8

416 Seiten, 132 Abbildungen (76 einfarbig, 56 vierfarbig)

Festeinband, 28 x 21 cm

ISBN 978-3-944258-05-8

69 € (D) / 74 € (A) / 89 CHF (CH)

 

Weinbrenner-Zeichnung der Engelsburg aufgefunden

In einer Frankfurter Kunsthandlung wurde jüngst eine lavierte Tuschezeichnung Friedrich Weinbrenners vorgestellt, die bislang unbekannt war. Sie stammt aus dem Nachlass eines seiner Schüler und lässt uns nun auch mit seinen Augen auf die Engelsburg schauen, so wie er sie damals wahrnahm, als er sich fünf Jahre lang in Rom aufhielt. Ulrich Maximilian Schumann von der Friedrich-Weinbrenner-Gesellschaft beschrieb das Blatt für den Verkaufskatalog, versuchte den Standort zu ermitteln und stellte es auch darüberhinaus in seinen Kontext.

Hans Voß und die Weinbrenner-Schule in der Ortenau

Achern ist wie ein Heimspiel, wenn der Historische Verein einlädt. Der Saal immer voll, das Interesse groß und der Empfang herzlich. So auch am Donnerstag abend beim Vortrag von Ulrich Maximilian Schumann über Hans Voß und die Weinbrenner-Schule in der Ortenau. Die Technik machte es dieses Mal zu Beginn spannend,  Abstürze der Powerpoint-Präsentation. Das nächste Mal doch wieder Dias im Leitzprojektor …
Das Publikum zeigte sich nicht beeindruckt. Geduldig und gespannt warteten die Anwesenden und blieben aufmerksam dabei. Gut, es war auch ein Thema mit unmittelbarer Aktualität, steht doch gerade die ehemalige Höhere Bürgerschule in Achern zur Disposition, die von Hans Voß stammen könnte, eventuell von Johann Ludwig Weinbrenner, in jedem Fall von einem Schüler Weinbrenners stammen muss. Aber es ist auch einfach ein spannendes Leben und Werk. Danach noch interessierte Fragen. Eine Doktorarbeit über die Heilanstalt Illenau von Hans Voß entsteht gerade, wir werden das nach Kräften unterstützen.

Eine schöne, interessante Geburtstagsfeier

Das war die Resonanz, die wir nach unserem kleinen Anlass zu Weinbrenners 250. Geburtstag erhielten. Zwanglos hatten wir uns am Donnerstag mit Gästen in der Krypta der Evangelischen Stadtkirche versammelt, wo in einer Nische auch Weinbrenners Sarkophag steht. Und niemand sonst sollte an diesem Tag zu Wort kommen als er selbst. Also las der Vorsitzende der Gesellschaft, Dr. Schumann, aus Weinbrenners Briefen einige der schönsten und bezeichnendsten Stellen vor; mit wenigen Worten machte das Weinbrenner lebendiger, als es jeder Vortrag gekonnt hätte: als einfühlsamer Mensch, als Figur im künstlerischen Netzwerk seiner Zeit und nicht zuletzt als verantwortungsvoller Baubeamter, der vor allem seine Aufgabe und die einfachen Bürger im Auge hatte und sich deshalb mit vielen anlegte, die dem ihre eigenen Interessen entgegenstellten. Was hätte er heute erst zu tun … ?
Dann der Toast – anstoßen mit badischem Sekt, natürlich einem mit einem Weinbrennergebäude auf dem Etikett – und Ausklang bei Gesprächen, wie auf dem Bild zu sehen.
 
Ausklang Geb
 
 

Nächste Veranstaltung am Samstag!

Am 26. November geht es weiter im Geburtstagsprogramm für Friedrich Weinbrenner. Peter Thoma wird um 15 Uhr in der Krypta der Evangelischen Stadtkirche Karlsruhe den davorliegenden Marktplatz präsentieren, wie ihn sich Weinbrenner vorstellte. Als städtebauliches Kunstwerk mit einer harmonischen Ordnung, Varianten und auch mit Bauten, die nie errichtet wurden. Danach laden wir zur gemeinsamen Besichtigung des heutigen Marktplatzes und zur Diskussion ein. Auf Ihr Kommen freuen wir uns.

 

Wohn- und Geschäftshäuser am Marktplatz Karlsruhe_klein