Meldungen

Die ersten 5 Termine als Karte (pdf)

Weinbrenners Jahr I–V

Und das sind die ersten 5 Geburtstagstermine:

DO, 24.11., 15 Uhr: Einläuten des Weinbrenner-Jahres:

»Laudatio, Toast, Vorausschau«

Evangelische Stadtkirche Karlsruhe, Krypta

SA, 26.11.,15 Uhr: »Der Karlsruher Marktplatz«

Peter Thoma, Präsentation und Führung

Evangelische Stadtkirche Karlsruhe, Krypta

SO, 27.11., 12 Uhr:

»Weinbrenner, Hebel und die

Evangelische Stadtkirche«

Franz Littmann + Ulrich Maximilian Schumann

Gespräch und Führung

Evangelische Stadtkirche Karlsruhe, Krypta

MI, 30.11., 19 Uhr:

»Der Kalmück«

Johannes Werner, Lesung

Paul-Gerhardt-Kirche, Karlsruhe-Beiertheim,

Rittersaal

DO, 1.12., 19 Uhr:

»Hans Voss und die Weinbrenner-Schule in der

Ortenau«

Ulrich Maximilian Schumann, Vortrag

Rathaus am Markt, Achern, Bürgersaal

250. Geburtstag. Das wird Weinbrenners Jahr!

Denn der  24. November 2016 wäre sein 250. Geburtstag. Und Friedrich Weinbrenner ist so aktuell wie immer …

… gelernter Zimmermann aus Karlsruhe, der sich selbst zum weltweit geachteten Architekten bildete und in den gelehrten Kreisen seiner Zeit verkehrte, ein äußerst liebenswerter Mensch, der sich von seinen vorgesetzten Behörden nichts gefallen ließ, ein Klassizist, der die Architektur des Mittelalters bewunderte, Künstler und Konstrukteur. Er schrieb das erste Denkmalschutzgesetz in den deutschen Ländern, gründete die erfolgreichste Architekturschule, war badischer Oberbaudirektor und gefragter Fachmann über die Landesgrenzen hinaus, zeitweise Bürger der revolutionären Republik Frankreich, Ehrendoktor der Universität Heidelberg, Ehrenmitglied mehrerer Akademien. Usw. Deshalb feiern wir den Anlaß nicht mit einer einzigen Veranstaltung, sondern mit einem »Weinbrenner-Jahr«, einer Reihe einzelner Anlässe an verschiedenen Orten.

Vorstand wiedergewählt

An der diesjährigen Mitgliederversammlung wurde die Leitung der Friedrich-Weinbrenner-Gesellschaft in ihren Ämtern bestätigt. Als Präsident wurde Dr. Ulrich Maximilian Schumann wiedergewählt, als Schriftführer Dr. Dr. Hans Peter Gruber und als Rechnungsführer Hans Robert Hiegel. Weiter wurde Rückschau über das vergangene Jahr gehalten, und es wurden die laufenden Aktivitäten und aktuellen Themen diskutiert.

Weinbrenner-Fest in Rotenfels

Zum diesjährigen Tag des offenen Denkmals am 14. September 2016 hat sich Gaggenau nicht nur ein Thema gesetzt, sondern feierte ein Fest und eines, das uns besonders gefreut hat. Denn es war Friedrich Weinbrenner gewidmet und fand den ganzen Sonntag im Schloss Rotenfels und darum herum statt, in der heutigen Landesakademie und im Schlosspark. Verschiedene lokale Akteure bestritten den Hauptteil, die Weinbrenner-Gesellschaft steuerte einen Vortrag ihres Vorsitzenden bei. Auch der Presse hat es gefallen, wie hier nachzulesen ist.

Vortrag über Friedrich Weinbrenner zum Tag des Denkmals in Bad Rotenfels

Der Musikverein Bad Rotenfeld spielt zum Tag es Denkmals 2016

Das Badische Tagblatt vom 13. September 2016

Das Badische Tagblatt vom 13. September 2016

Artikel aus dem Badischen Tagblatt als PDF herunterladen

Die Badischen Neuesten Nachrichten vom 13. September 2016

Die Badischen Neuesten Nachrichten vom 13. September 2016

Artikel aus den Badischen Neuesten Nachrichten als PDF herunterladen

Neue Weinbrenner-Broschüre vorgestellt

„Bauten Friedrich Weinbrenners und seiner Schule in der TechnologieRegion Karlsruhe“ – so heißt die neue 36-seitige Broschüre, die von der TechnologieRegion und dem Kulturamt der Stadt Karlsruhe in Auftrag gegeben wurde. Autor ist Ulrich Maximilian Schumann, Präsident der Friedrich-Weinbrenner-Gesellschaft.

Im Kulturamt Karlsruhe wird die neue Broschüre der Technologieregion vorgestellt.

Das Bild von der Vorstellung der Broschüre in Karlsruhe zeigt von links: Dr. Susanne Asche, Kulturamt Karlsruhe, Dr. Ulrich Maximilian Schumann, Friedrich-Weinbrenner-Gesellschaft, Heidrun Haendle, Kulturamt Gaggenau, Prof. Gerd Hager, TechnologieRegion Karlsruhe
Foto: Fränkle, Stadt Karlsruhe

Sie ersetzt das längst vergriffene Faltblatt, in dem Gottfried Leiber einen Rundgang zu Weinbrenners Bauten in Karlsruhe an die Hand gab, und dehnt zugleich den Raum auf die Region zwischen Bruchsal und Bühl, der Südpfalz und dem Kraichgau aus. Dabei war es erklärtes Ziel, daß die Broschüre immer noch in die Jackentasche passt und überall mit hingenommen werden kann.

Bauten Friedrich Weinbrenners und seiner Schule in der TechnologieRegion Karlsruhe

An den Schwerpunkten seiner Tätigkeit, Karlsruhe und Baden-Baden, konzentriert sich die Zusammenstellung auf gesicherte eigene Entwürfe Weinbrenners und solche, die ihm zugeschrieben werden, in den umliegenden Regionen auf Bauten seiner Schüler und Mitarbeitern. Im Austausch mit Forschern und Interessierten vor Ort konnten auch Zuschreibungen geklärt und überraschende Beobachtungen gemacht werden. So muss Weinbrenners Stil derart attraktiv gewesen sein, dass sich selbst der bayerische Staatsarchitekt Friedrich Samuel Schwarze im pfälzischen Ingenheim an ihm orientierte und nicht etwa an seinem eigenen Landsmann und obersten Vorgesetzten Leo von Klenze.

Peinlichen Imageschaden von Karlsruhe abwenden

Bericht vom Ortstermin am Franz-Rohde-Haus

Nicht nur unter den Anwohnern formiert sich zunehmend Kritik gegen die Neubaupläne der Evangelischen Stadtmission in der Karlsruher Dragonerstraße, auch in Fachkreisen wächst die Sorge um den Verlust des denkmalgeschützten Franz-Rohde-Hauses und die Zerstörung eines weitgehend intakten Ensembles. Gerade erschien hierüber ein langer, für Karlsruhe wenig schmeichelhafter Artikel auf der Internetplattform „Baunetz“, weitere Wortmeldungen sollen folgen.

Ortstermin Franz-Rohde-Haus

Ortstermin Franz-Rohde-Haus

Am Mittwoch trafen sich vor Ort Vertreter der Anwohner, der Architektenkammer, der Kult-Gemeinderatsfraktion und der Friedrich-Weinbrenner-Gesellschaft, um sich gegenseitig über Hintergründe und Ansichten auszutauschen. Rund dreißig Personen kamen zusammen.

Warum sich nun auch die in Karlsruhe beheimatete, aber internationale Weinbrenner-Gesellschaft für das Objekt aus den 1930er Jahren einsetzt, musste ihr Vorsitzender Ulrich Maximilian Schumann gleich zu Beginn erklären. Er schilderte es als anschaulichen Baustein in der Karlsruhe prägenden, bis heute lebendigen Weinbrenner-Tradition. Otto Bartning sei zwar vor allem als Architekt des Expressionismus und der Neuen Sachlichkeit bekannt, am Franz-Rohde-Haus aber trete seine lebenslange Begeisterung für die sachliche Eleganz des badischen Klassizisten offen zutage. Außerdem befürchte man, dass der leichtfertige Umgang mit den Resten der bedeutenden Baugeschichte Karlsruhes weiter einreißen und damit auch die Bauten Weinbrenners noch stärker in ihrer Substanz bedrohen würde, als dies heute bereits der Fall sei.

In der fast zweistündigen Diskussion kamen die verschiedenen Aspekte des Falls zur Sprache – neben den künstlerischen vor allem politische, rechtliche, planerische, sogar theologische. Die Vertreter der Kult-Fraktion beleuchteten aus ihrer Sicht, wie die Zustimmung der Stadt zum Abriss und ihre eigene Entscheidung zustande kamen, im Gemeinderat für einen Grundstückstausch und die Erhaltung des Gebäudes zu werben. Die Architektenschaft steuerte neben wertvollen Hinweisen zum Verfahren insbesondere Alternativen zu radikalem Abriss und Neubau bei. Die Anwesenden, die das Franz-Rohde-Haus von innen kennen, bescheinigten dem knapp achtzig Jahre alten Gebäude einen ansehnlichen und soliden Zustand. Eine Zustimmung zu den Plänen der Evangelischen Stadtmission fand sich an diesem Vormittag nicht. Vielmehr überwog die Meinung, dass den verantwortlichen Seiten die Bedeutung des Gebäudes nicht bewusst gewesen sei, und die Hoffnung, dass sich der Fehler noch ohne politische Schäden korrigieren ließe. Beispielsweise wird die große Otto-Bartning-Ausstellung im kommenden Jahr nach dem Start in Berlin gleich in Karlsruhes „Städtischer Galerie“ gezeigt, und da könne der Abriss dieses bedeutenden Originals hier vor Ort zur medialen Peinlichkeit werden.

Weinbrenners Gernsbach …

… lautete das Motto unserer Führungen zum Tag des Offenen Denkmals in der Murgtalstadt am vergangenen Sonntag. Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Stadtgeschichte und den kommunalen Stellen war hervorragend, das Interesse gewaltig, wovon die BIlder einen kleinen Eindruck geben sollen. Außerdem haben wir für die Stadt ein neues Faltblatt „Weinbrenners Gernsbach“ erarbeitet, das pünktlich zu diesem Anlaß vorgestellt wurde. (Bilder: 2x Meier, 2x Schneid-Horn)

Tag des offenen Denkmals Gernsbach
Tag des offenen Denkmals Gernsbach
Tag des offenen Denkmals Gernsbach
Tag des offenen Denkmals Gernsbach

Die erste Weinbrenner-Ausstellung seit 40 Jahren?

In den Badischen Neuesten Nachrichten wurde die Leiterin der Städtischen Galerie Karlsruhes am 15. Juni mit der Aussage zitiert, daß die dort vor der Eröffnung stehende Ausstellung die erste in Karlsruhe seit vierzig Jahren sei. Nicht nur unsere Mitglieder, sondern auch viele andere an der Kulturgeschichte Interessierte wissen natürlich, daß dies nicht stimmt. Vielleicht erinnern sich nur noch wenige an die großartige, im eigenen Katalog verewigte Ausstellung der University of Pennsylvania „Friedrich Weinbrenner. Architect of Karlsruhe“, die 1987 im Prinz-Max-Palais gezeigt wurde. Hingegen liegt die 2008 am gleichen Ort durch die Literarische Gesellschaft veranstaltete Ausstellung „Friedrich Weinbrenners Weg nach Rom“, ebenfalls mit Katalog, nun doch nicht so lange zurück, als daß man sie vergessen hätte – wenn man sich eben für die kulturgeschichtlich bedeutendste Phase Badens interessiert. Die überregionale Presse jedenfalls hatte die vergleichsweise kleine Ausstellung zur Kenntnis genommen und in ihrer Qualität gewürdigt, einschließlich der Frankfurter Allgemeinen und der Neuen Zürcher Zeitung.

Hier liegt wohl das eigentliche Problem: Immer noch behandeln weite Kreise in Karlsruhe, gerade in Kulturpolitik und Presse, Friedrich Weinbrenner als Lokalphänomen, dem man sich allenfalls als eine Art Pflichtübung oder mangels Alternativen zuwendet. Dies muß sich endlich ändern, um der pseudo-globalen Provinzialität zu entkommen. Ob es sich mit der Ausstellung der Städtischen Galerie ändern wird, bleibt abzuwarten.

Rundbrief Mai 2015

Gründung der Arbeitsgruppe „Weinbrenner rekonstruieren“

Auf Anregung unseres neuen Mitglieds Peter Thoma rufen wir hiermit eine Arbeitsgruppe ins Leben, die sich mit der Frage beschäftigt, ob nicht verlorene Bauten Weinbrenners wiederaufzubauen seien, entweder in Gänze bei einem Total- verlust oder in Teilen bei teilweiser Zerstörung, und, wenn ja, in welcher Form dies geschehen könne – ein Thema, das im Gegensatz zu anderen Regionen in Baden und speziell in Karlsruhe und um Karlsruhe herum bislang kaum je angesprochen geschweige denn diskutiert wurde. Wir hatten bereits vor einiger Zeit in der Presse die Wiederversetzung und den Wiederaufbau des Vogelhauses der Markgräfin Amalie aus dem Schloßpark an den (annähernd) ursprünglichen Ort an der Kriegsstraße ins Gespräch gebracht. Auch regen sich in der Gesellschaft schon seit längerem Ansätze, ob nicht das „Römische Haus“ im Schloßpark von Bad Rotenfels auf dem noch erhaltenen Felsenkeller ein lohnendes und legitimes Objekt für eine Rekonstruktion darstellen könnte. Unser Mitglied Angelika Class hat bereits ein Modell anfertigen lassen und auf der Grundlage originaler Pläne neue Grund- und Aufrisse entwickelt.

Und schließlich böte das bevorstehende Weinbrenner-Jubiläumsjahr 2016 die passende Gelegenheit und den passenden Rahmen, diese Frage für Gebäude in anderen Orten zu stellen, vor allem in Karlsruhe. Hier tun sich freilich wesentlich mehr Möglichkeiten auf als in Bad Rotenfels, aber auch mehr Hindernisse und Bedenken. Deshalb wollen wir umgehend in die Diskussion einsteigen und könnten recht bald schon eine Tagung zu diesem Thema veranstalten.

Als Zeitrahmen wäre zum Beispiel ein Freitagnachmittag noch in diesem Spätsommer denkbar, eventuell verbunden mit der Jahresmitgliederversammlung, als Ort würde sich Weinbrenners Schloß Bad Rotenfels anbieten, das gut an den Öffentlichen Nah- und Straßenverkehr angebunden und von Karlsruhe wie vom Süden her gut erreichbar ist. Außerdem bietet uns die Landesakademie im Schloß einen sehr schönen, stilvollen Rahmen und bringt uns und diesem Thema viel Sympathie entgegen.

Über ein möglichst großes Interesse würden wir uns sehr freuen. Bitte wenden Sie sich baldmöglichst formlos an den Vorstand, wenn Sie sich in diese Arbeitsgruppe einbringen oder darüber informieren wollen. Jegliche Rückmeldungen und Beiträge zu diesem Experiment sind sehr willkommen.

Tag des Offenen Denkmals in Gernsbach

Der diesjährige Tag des Offenen Denkmals am 13. September wird in Gernsbach zum Anlaß genommen, in Führungen und anderen Anlässen an Weinbrenners Anteil an der malerischen Gestalt des Murgtalstädtchens zu erinnern, das wir auf der letzten Exkursion besuchten. Die damals angekündigte Kontaktaufnahme von Seiten der Stadt Gernsbach und des Arbeitskreises Stadtgeschichte ist mittlerweile erfolgt, und ich habe zugesagt, die offiziellen Führungen zu übernehmen.

In der Literatur findet sich zu dieser frühen Planung Weinbrenners, die parallel zu derjenigen für Karlsruhe einsetzte, kaum etwas. Dabei stellt sie sich als erhellendes Beispiel für aufgeklärten Städtebau und dessen Umsetzung dar. Dies hat meine erste Auswertung der erhaltenen Dokumente im Generallandesarchiv bestätigt. Es kann damit nicht zuletzt das Bild einer autoritären Planung von oben gegen den Willen der Bürger korrigiert werden, wie es stellenweise vor Ort kursiert. Dieser historische Fall wäre so interessant, daß er eine kleine Ausstellung und Begleitpublikation in jedem Fall lohnen würde. Auch hierzu sind Kommentare jederzeit willkommen.

Weinbrenner-Symposium 2016

Zum Jubiläum des 250. Geburtstags Friedrich Weinbrenners im kommenden Jahr will die Weinbrenner-Gesellschaft eine internationale Tagung durchführen, die Leben, Werk und Wirkung unseres Namensgebers unter einer möglichst groß angelegten Perspektive beleuchtet. Im Vordergrund sollen die Deutung und Bedeutung seiner Hinterlassenschaft stehen. Deshalb werden neben Darstellungen seiner eigenen Werke auch Querverbindungen zu denjenigen von Zeitgenossen sowie Erkundungen in sein Umfeld das Programm bereichern, insofern dies Weinbrenners Leistung erhellt.

Erste Vorstellungen zu dieser Veranstaltung bestehen bereits im Vorstand, aber es kann nur eine wirklich gute und bleibende Veranstaltung werden, wenn möglichst viel von dem in der Gesellschaft versammelten Wissen einfließt. Deshalb freuen wir uns sehr auf entsprechende Hinweise und Vorschläge.

Weinbrenners „Architektonisches Lehrbuch“; Mitglieder-Rabatt

In wenigen Tagen wird der Band 7 in der Reihe „Friedrich Weinbrenner und die Weinbrenner-Schule“ ausgeliefert, der sein „Architektonisches Lehrbuch“ enthält, d. h. die damals veröffentlichten drei Bände und in rekonstruierter Form der nie erschienene vierte Teil einschließlich der originalen Abbildungen. Entsprechend erreichte das Buch mit 544 Seiten einen gewichtigen Umfang. Statt des Verkaufspreises von 89,- Euro können die Mitglieder der Weinbrenner-Gesellschaft ihr Exemplar zu dem um 30% reduzierten Preis von 62,30 Euro erwerben.

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