Veranstaltungen

Weinbrenner-Ausstellung in Baden-Baden

Zum ersten Mal widmet sich eine Ausstellung dem Wirken Weinbrenners in der Kurstadt an der Oos. Sie wird im Stadtmuseum Baden-Baden am kommenden Freitag, den 27. November 2015, eröffnet und ist in Zusammenarbeit mit der Friedrich-Weinbrenner-Gesellschaft entstanden.
Bei den Vorbereitungen ist Erstaunliches zum Vorschein gekommen, was hier nun gezeigt wird. Denn Weinbrenners Beitrag zur Renaissance des anfangs noch kleinen, mittelalterlichen Städtchens begann nicht nur früher als bislang vermutet, nämlich schon vor seinem Amtsantritt als badischer Baudirektor im Juni 1801. Vor allem ging er weit über die bekannten Bauten hinaus: das Konversationshaus an der Oospromenade, Baden-Badens prominentestes Gebäude und Wahrzeichen, sowie das heutige Rathaus, das Palais Hamilton und das erste deutsche Luxushotel „Badischer Hof“. Zweieinhalb Jahrzehnte lang arbeitete er am Bild der Stadt, formte Plätze, Straßen und Wege; er entwickelte Konzepte für die weitere Entwicklung und setzte sich für den Erhalt historischer Bauwerke ein.
Wie Friedrich Weinbrenner das Städtchen behutsam in die elegante Kulisse für ein mondänes Leben verwandelte, lässt sich in der Ausstellung und im begleitenden Katalog anhand originaler Zeugnisse entdecken, die wie ein Rundgang durch Baden-Baden angeordnet sind. Den Katalog erhalten die Mitglieder der Friedrich-Weinbrenner-Gesellschaft kostenlos als Jahresgabe.

Promenade der Klassik – Friedrich Weinbrenner in Baden-Baden

Promenade der Klassik – Friedrich Weinbrenner in Baden-Baden

Weinbrenner in Gernsbach

Tag des Offenen Denkmals am 13. September 2015

Eine halbe Altstadt entwarf Friedrich Weinbrenner 1798 nach einem verheerenden Brand für die Murgtalstadt Gernsbach, und sie wurde innerhalb kürzester Zeit wiederaufgebaut. Der Plan ist schon deshalb eine Attraktion, weil er zeitgleich demjenigen, viel bekannteren für die Stadtmitte in Karlsruhe entstand, also sehr früh in Weinbrenners Laufbahn. Aber es ist auch für sich ein faszinierender Plan, zugleich visionär und geerdet, bestimmt und flexibel. Zwei Gebäude, das Kornhaus und das Amtshaus, entstanden dann auch direkt nach seinen Plänen.

In Zusammenarbeit mit dem Gernsbacher Arbeitskreis Stadtgeschichte realisieren wir zum Tag des Offenen Denkmals ein neues Faltblatt und eine kleine Ausstellung, die im Kornhaus gezeigt werden wird. Auch wird der Vorsitzende der Weinbrenner-Gesellschaft, Dr. Ulrich Maximilian Schumann, die Führungen durch „Weinbrenners Gernsbach“ um 14, 15 und 16 Uhr leiten.

Metzgerplatz Gernsbach

Metzgerplatz Gernsbach


Wiederaufbau Gernsbach, Bildquelle: Generallandesarchiv Karlsruhe

Wiederaufbau Gernsbach, Bildquelle: Generallandesarchiv Karlsruhe

Exkursion ins Murgtal am 3. Oktober 2014

Die Exkursion, zu der freilich auch Nichtmitglieder willkommen sind, wird um 10.30 Uhr am Bahnhof Gaggenau beginnen und uns zu folgenden Orten führen:

  • Rathausplatz Gaggenau mit Weinbrenners Denkmal für Anton Rindeschwender
  • Altstadt Gernsbach, von Weinbrenner wiederaufgebaut
  • Schloß Eberstein, ebenso, dort in der Schloß-Schänke auch Gelegenheit zum Mittagessen

  • Schloß Rotenfels, von Weinbrenner umgebaut und erweitert, dort um 16.30 Uhr Ausklang mit Kaffee und Kuchen und kurze, öffentliche Mitgliederversammlung mit Nachwahl der Kassenführung
  • Wir freuen uns auf eine zahlreiche Teilnahme.

    Muster- oder Problemschüler? Die Weinbrenner-Gesellschaft im Heinrich-Hübsch-Gedenkjahr

    Obwohl ein offensichtlicher Kritiker Friedrich Weinbrenners, ist Heinrich Hübsch doch zuerst einmal dessen Schüler, und bei aller vermeintlichen Polemik verdankte er seinem Lehrer wesentliche Bausteine seiner eigenen Architektur, mit der er seinerseits Schule machte.

    Deshalb liegt es nahe, daß die Friedrich-Weinbrenner-Gesellschaft von Anfang an in die Planungen des ambitionierten Programms einbezogen wurde, mit dem in diesem Jahr an den eigenwilligen Architekten und Theoretiker erinnert wird, der so außergewöhnliche Gebäude wie das Karlsruher Ensemble um Kunsthalle und Botanischen Garten oder die Baden-Badener Trinkhalle hinterließ, aber auch den Speyerer Dom um ein neues Westwerk und das Konstanzer Münster um einen neuen Turmhelm ergänzte und darüberhinaus eine Reihe von mehr oder weniger bekannten, aber immer höchst individuellen Bauwerken entwarf.

    Die TechnologieRegion Karlsruhe GbR stellte ein Dach, Geld und viel persönliches Engagement zur Verfügung, um möglichst viele Partner in der Region für das Programm zu gewinnen, Thomas Adam vom Kulturamt der Stadt Bruchsal koordinierte die zahlreichen Aktionen an verschiedenen Orten. Dr. Ulrich Schumann als Präsident der Friedrich-Weinbrenner-Gesellschaft übernahm die wissenschaftliche Betreuung und einige der Veranstaltungen. So eröffnet er das Hübsch-Jahr am 3. April um 19 Uhr mit einem Vortrag „Neue Blicke auf Heinrich Hübsch“ in der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe und wird dort am folgenden Sonntag, den 7. April, um 15 Uhr eine Führung mit einem Schwerpunkt auf den dort verwahrten Zeichnungen Hübschs übernehmen. Am 18. April um 19 Uhr leitet er ein Podium im Architekturschaufenster in der Karlsruher Waldstraße, an dem verschiedene Gäste ihre praktischen und theoretischen Erfahrungen mit Heinrich Hübschs Bauten austauschen. Schließlich wird er am 16. Mai in der Stadtbibliothek Gaggenau einen Vortrag halten, der „Weinbrenner, Hübsch & Co. – Baudenkmäler im Murgtal“ vorstellt. Diese und alle anderen Aktionen enthält die Broschüre, die hier als PDF-Dokument angehängt ist. Obendrein wird am 3. April auch der Architekturführer zu den Bauten Heinrich Hübschs in der TechnologieRegion Karlsruhe vorgestellt, den Dr. Schumann zusammengestellt hat.

    PDF-Datei herunterladen (3,2 MB)

    Einladung zum Rundgang durch Weinbrenners-Baden-Baden

    Am kommenden Samstag, den 8. September 2012, bietet die Friedrich-Weinbrenner-Gesellschaft einen Rundgang zu den Bauten Weinbrenners in Baden-Baden an. Hierzu sind auch interessierte Nichtmitglieder herzlich eingeladen.

    Am sichtbarsten von der Erneuerung der Bäderstadt durch den bedeutenden klassizistischen Architekten sind heute noch das Kurhaus, das Palais Hamilton und das Hotel „Badischer Hof“. Diese werden deshalb auch im Mittelpunkt der Begehung stehen, ergänzt durch Dokumente von verschwundenen Bauten und die Trinkhalle des Weinbrenner-Schülers Heinrich Hübsch. Man trifft sich um zehn Uhr vormittags am Brunnen auf dem Leopoldsplatz; der offizielle Teil wird gegen dreizehn Uhr beendet sein.

    Badischer Hof im Umbau 1875

    Badischer Hof im Umbau 1875

    Badischer Hof, Halle

    Badischer Hof, Halle

    Haus Dr. Maier, später Palais Hamilton

    Haus Dr. Maier, später Palais Hamilton

    Kurhaus Baden-Baden vor 1900

    Kurhaus Baden-Baden vor 1900

    Terminübersicht

    9. Juni 2012
    Exkursion „Das Stephanienbad in Beiertheim“
    Treffpunkt Stephanienbad/Paul-Gerhardt-Kirche, Karlsruhe-Beiertheim,
    Breite Straße 49a
    10.30 bis 12.30 Uhr

    14. Juli 2012
    Kolloquim „Farbe und Material in Friedrich Weinbrenners Architektur“
    Tagung der Friedrich-Weinbrenner-Gesellschaft und des Fachgebiets Baugeschichte, KIT Karlsruhe
    10 bis 16.30 Uhr, Architekturschaufenster, Karlsruhe, Waldstraße 8

    8. September 2012
    Exkursion „Weinbrenners Baden-Baden“
    Besichtigung von Palais Hamilton, Kurhaus, „Badischem Hof“ und Heinrich Hübschs Trinkhalle
    10 bis 13 Uhr, Treffpunkt am Leopoldsplatz in Baden-Baden am Brunnen
    (Um Anmeldung bis 5. September wird gebeten; im Anschluß Gelegenheit zu gemeinsamem Mittagessen.)

    6. Oktober 2012
    Jahresmitgliederversammlung 2012
    Architekturfakultät (KIT/Uni), Englerstraße 7, Fachgebiet Baugeschichte, Seminarraum
    15 Uhr bis ca. 17 Uhr

    Jahresmitgliederversammlung 2011

    Schon ist ein Jahr vorübergegangen, seit sich die Friedrich-Weinbrenner-Gesellschaft in den historischen Räumen der Münze gegründet wird. Es wird also Zeit, uns zu treffen, das Jahr Revue passieren zu lassen und wichtige Punkte, die sich ergeben haben oder die unsere Satzung vorschreibt, zu diskutieren.

    Am Freitag, den 16. Dezember, um 17 Uhr sind alle Mitglieder zur Jahresversammlung herzlich eingeladen. Sie findet im Institut für Baugeschichte des Karlsruher Institutes für Technologie, der ehemaligen Universität Karlsruhe, statt. Das Institut befindet sich im Architekturgebäude an der Englerstraße 7, Erdgeschoß, linker Gang nach hinten und einmal um die Ecke.

    Weinbrenner-Schule auf Stuttgarter Jubiläumstagung

    ifag-logo

     

    Vom 7. bis zum 9. Juli feiert das Institut für Architekturgeschichte der Universität Stuttgart sein hundertjähriges Bestehen mit einer Tagung. Das Thema bilden passenderweise die einflußreichen Architekturschulen der jüngeren Geschichte. Zu ihnen gehört ganz selbstverständlich auch die Weinbrenner-Schule. Den Vortrag wird der Präsident der Weinbrenner-Gesellschaft, Dr. Schumann, halten. Die Tagung ist öffentlich.

    Das Programm der Veranstaltungen gibt es als PDF (1,2 MB) auf der Webseite der Universität Stuttgart.

    Buchpräsentation „Friedrich Weinbrenner. Klassizismus und ,praktische Ästhetik’”

    Titelbild praktische Ästhetik

    Das Institut für Baugeschichte und die Friedrich-Weinbrenner-Gesellschaft freuen sich, Sie zur Präsentation des fünften und neuesten Bandes der Reihe „Friedrich Weinbrenner und die Weinbrenner-Schule” in die historischen Räume der Staatlichen Münze einladen zu dürfen. Der Band ist im Deutschen Kunstverlag erschienen und beschäftigt sich erstmals gezielt mit dem architektonischen Denken des großen Architekten:

    Ulrich Maximilian Schumann
    „Friedrich Weinbrenner. Klassizismus und ,praktische Ästhetik’”
    Friedrich Weinbrenner und die Weinbrenner-Schule Band 5, München und Berlin 2010

    9. Februar 2011, 18:00 Uhr
    Staatliche Münze, Karlsruhe, Stephanienstraße 28, Zugang durch das rechte Tor

    Friedrich Weinbrenner ist der Prototyp unter den deutschen Architekten des Klassizismus und zugleich der Sonderfall: Staatsarchitekt eines Landes im Bann der Französischen Revolution, in Karlsruhe Begründer einer modernen Bauschule und -verwaltung, Autor im Literaturverlag neben Goethe und Schiller, Idol oder Skandal folgender Generationen. Das Buch nimmt alle Facetten dieser kontroversen Persönlichkeit ernst und entwirft das überraschende Bild von einer Klassik, die an die Stelle des unerreichbaren Ideals die Freiheit im Entwerfen und den Bezug zu Leben und Praxis setzt. Das Vorbild Antike lag für Weinbrenner nicht in einem Katalog von Formen und Regeln, sondern in der Erziehung zum selbständigen Denken. Bestätigung fand er in der hier neu entdeckten praktischen Ästhetik. So öffnete sich ihm der Blick für das Naheliegende: die menschliche Erfahrung des Raumes und dessen angemessene Gestaltung. Damit wurde er zum Pionier der Architekturtheorie und zum Bezugspunkt für die Moderne.