Buchpräsentation „Friedrich Weinbrenner. Klassizismus und ,praktische Ästhetik’”

Titelbild praktische Ästhetik

Das Institut für Baugeschichte und die Friedrich-Weinbrenner-Gesellschaft freuen sich, Sie zur Präsentation des fünften und neuesten Bandes der Reihe „Friedrich Weinbrenner und die Weinbrenner-Schule” in die historischen Räume der Staatlichen Münze einladen zu dürfen. Der Band ist im Deutschen Kunstverlag erschienen und beschäftigt sich erstmals gezielt mit dem architektonischen Denken des großen Architekten:

Ulrich Maximilian Schumann
„Friedrich Weinbrenner. Klassizismus und ,praktische Ästhetik’”
Friedrich Weinbrenner und die Weinbrenner-Schule Band 5, München und Berlin 2010

9. Februar 2011, 18:00 Uhr
Staatliche Münze, Karlsruhe, Stephanienstraße 28, Zugang durch das rechte Tor

Friedrich Weinbrenner ist der Prototyp unter den deutschen Architekten des Klassizismus und zugleich der Sonderfall: Staatsarchitekt eines Landes im Bann der Französischen Revolution, in Karlsruhe Begründer einer modernen Bauschule und -verwaltung, Autor im Literaturverlag neben Goethe und Schiller, Idol oder Skandal folgender Generationen. Das Buch nimmt alle Facetten dieser kontroversen Persönlichkeit ernst und entwirft das überraschende Bild von einer Klassik, die an die Stelle des unerreichbaren Ideals die Freiheit im Entwerfen und den Bezug zu Leben und Praxis setzt. Das Vorbild Antike lag für Weinbrenner nicht in einem Katalog von Formen und Regeln, sondern in der Erziehung zum selbständigen Denken. Bestätigung fand er in der hier neu entdeckten praktischen Ästhetik. So öffnete sich ihm der Blick für das Naheliegende: die menschliche Erfahrung des Raumes und dessen angemessene Gestaltung. Damit wurde er zum Pionier der Architekturtheorie und zum Bezugspunkt für die Moderne.


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