Muster- oder Problemschüler? Die Weinbrenner-Gesellschaft im Heinrich-Hübsch-Gedenkjahr

Obwohl ein offensichtlicher Kritiker Friedrich Weinbrenners, ist Heinrich Hübsch doch zuerst einmal dessen Schüler, und bei aller vermeintlichen Polemik verdankte er seinem Lehrer wesentliche Bausteine seiner eigenen Architektur, mit der er seinerseits Schule machte.

Deshalb liegt es nahe, daß die Friedrich-Weinbrenner-Gesellschaft von Anfang an in die Planungen des ambitionierten Programms einbezogen wurde, mit dem in diesem Jahr an den eigenwilligen Architekten und Theoretiker erinnert wird, der so außergewöhnliche Gebäude wie das Karlsruher Ensemble um Kunsthalle und Botanischen Garten oder die Baden-Badener Trinkhalle hinterließ, aber auch den Speyerer Dom um ein neues Westwerk und das Konstanzer Münster um einen neuen Turmhelm ergänzte und darüberhinaus eine Reihe von mehr oder weniger bekannten, aber immer höchst individuellen Bauwerken entwarf.

Die TechnologieRegion Karlsruhe GbR stellte ein Dach, Geld und viel persönliches Engagement zur Verfügung, um möglichst viele Partner in der Region für das Programm zu gewinnen, Thomas Adam vom Kulturamt der Stadt Bruchsal koordinierte die zahlreichen Aktionen an verschiedenen Orten. Dr. Ulrich Schumann als Präsident der Friedrich-Weinbrenner-Gesellschaft übernahm die wissenschaftliche Betreuung und einige der Veranstaltungen. So eröffnet er das Hübsch-Jahr am 3. April um 19 Uhr mit einem Vortrag „Neue Blicke auf Heinrich Hübsch“ in der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe und wird dort am folgenden Sonntag, den 7. April, um 15 Uhr eine Führung mit einem Schwerpunkt auf den dort verwahrten Zeichnungen Hübschs übernehmen. Am 18. April um 19 Uhr leitet er ein Podium im Architekturschaufenster in der Karlsruher Waldstraße, an dem verschiedene Gäste ihre praktischen und theoretischen Erfahrungen mit Heinrich Hübschs Bauten austauschen. Schließlich wird er am 16. Mai in der Stadtbibliothek Gaggenau einen Vortrag halten, der „Weinbrenner, Hübsch & Co. – Baudenkmäler im Murgtal“ vorstellt. Diese und alle anderen Aktionen enthält die Broschüre, die hier als PDF-Dokument angehängt ist. Obendrein wird am 3. April auch der Architekturführer zu den Bauten Heinrich Hübschs in der TechnologieRegion Karlsruhe vorgestellt, den Dr. Schumann zusammengestellt hat.

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